Tierschutzverein Dresden 1839 e.V.

Warum nehmen wir eine Schutzgebühr?!  Manchen von Ihnen erscheinen unsere Schutzgebühren möglicherweise hoch.

Bitte bedenken Sie, dass wir mit diesen Gebühren bei weitem nicht die Kosten für Futter, Pflege, Unterbringung und die medizinische Versorgung der Tierheimtiere decken können, die im vergangenen Jahr 2009 über 47.000 Euro betrugen. Dieses Geld muss von uns jedes Jahr auf unterschiedlichste Art herbei geschafft werden. Allein die Kosten für die Behandlung eines erkrankten Kleintieres oder alten Katze übersteigen bei weitem den Betrag der Schutzgebühr. Wir können deshalb nicht jedem Tier die Kosten zurechnen, die es individuell verursacht hat, sondern müssen einen Mittelweg finden, der es uns gerade noch erlaubt, das Tierheim als Zuflucht für alle Tiere, alte und junge, gesunde und kranke, wirtschaftlich überlebensfähig zu halten.

Es ist nicht unser Ziel, Menschen anzulocken, die ein Tier besonders günstig erwerben wollen, die Menschen sind nämlich später auch nicht bereit, sich weiter um das Tier zu kümmern, wenn es höhere Kosten oder Arbeit verursacht, weil es inzwischen vielleicht alt und krank geworden ist. Es sind gerade die „Billigkäufe“, die unverzüglich bei uns landen, sobald Kosten entstehen oder sonstige Probleme auftauchen.

Jedes Tier, das zu uns kommt, wird nach besten Wissen und Gewissen medizinisch durchgecheckt, entfloht,entwurmt,geimpft und je nach Alter kastriert.Um der Verantwortung beider Seiten gegenüber, Ihnen als Interessent und dem Tier als unserem Schützling, durch kompetente Arbeit und Beratung gerecht zu werden.

Das von den über 350 von uns im Jahr vermittelten Tiere nur drei oder vier aus unterschiedlichen Gründen ins Tierheim zurück kehren müssen, zeigt, dass wir unserem selbst gesetzten Anspruch gerecht werden können.

Vernünftige Arbeit in der Tiervermittlung und –versorgung lässt sich aber nicht mit Luft und Liebe bestreiten, sondern nur mit Fachkenntnis und entsprechenden finanziellen Mitteln.

Alte, kranke und behinderte Tiere werden von uns gegen freiwillige Spende statt gegen Schutzgebühr abgegeben, oft übernehmen wir noch absehbare zukünftige Tierarztkosten, weil wir dankbar sind, dass überhaupt jemand willens ist, die Sorgen und die Kosten für dieses Tier zu übernehmen und ihm ein neues Zuhause zu geben.

Der Vorstand